» Fundstück 2008-11: Joachim von Sandrart über den Konstantinsbogen in Rom

Prof. Dr. Ute Verstegen

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Fundstück 2008-11: Joachim von Sandrart über den Konstantinsbogen in Rom 

 

In seinem Hauptwerk, der Teutschen Academie, beschäftigt sich der Kunsttheoretiker Joachim von Sandrart (1608-1688) an verschiedenen Stellen auch mit spätantiken und frühchristlichen Monumenten. Dazu zählen Kirchenbauten wie die Lateransbasilika oder Alt St. Peter und deren Ausstattung, oder auch das Mausoleum der Constantina, damals als Tempel des Bacchus bekannt. Besonderes Augenmerk widmet er dem Konstantinsbogen, an dem er einen künstlerischen Qualitätsverfall in der Spätantike festmacht und dessen Ursachen diskutiert – ein Verdikt, das der spätantiken Kunst bis zu Alois Riegls Perspektivenwechsel anhaften sollte. In diesem Zusammenhang geht Sandrart auch auf das Spolienwesen der Spätantike ein und identifiziert zahlreiche Reliefs des Konstantinsbogens als trajanisch, eine Datierung, die heute nicht mehr in allen Teilen zu halten ist, aber dennoch auf mehrere Elemente zutrifft.

Das Fundstück des Monats November 2008 widmet sich Sandrarts Ausführungen zum Konstantinsbogen. Sandrarts literarisches Hauptwerk ist neuerdings durch eine Volltextausgrabe des DFG-geförderten Projekts Sandrart.net im Internet zugänglich.

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