» Freiwilliges Jahr in der Denkmalflege bis 27

Prof. Dr. Ute Verstegen

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Freiwilliges Jahr in der Denkmalflege bis 27 

 

"Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) helfen jungen Erwachsenen nach ihrem Schulabschluss, den Bereich zu finden, in dem sie künftig arbeiten wollen. Das gibt es auch für die Denkmalpflege: Das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege (FJD) öffnet jungen Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren nicht nur die Türen historischer Objekte, sondern bietet ihnen auch Perspektiven für das eigene Leben.

Das ist zum Beispiel in der westfälischen Jugendbauhütte in Soest möglich, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und das NRW-Bauministerium unterstützen oder bei der LWL-Archäologie für Westfalen. Die Bewerbungsfrist für das kommende FJD, das am 1. September beginnt, läuft.

"Die Teilnehmer erhalten einen unmittelbaren Eindruck von der Vielfalt denkmalpflegerischer Themen", lobt LWL-Denkmalpflegerin Anne Herden-Hubertus diesen Freiwilligendienst. Deshalb unterstützt der LWL die Jugendbauhütte, indem er den jungen Leuten beispielsweise bei Dienstreisen einen Einblick in den denkmalpflegerischen Alltag bietet und auch selbst im LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen und bei der LWL-Archäologie für Westfalen Einsatzstellen eingerichtet hat.

"Die Jugendhütte Soest hat ein einzigartiges Projekt geplant: Die jungen Erwachsenen helfen an der Seite von erfahrenen Handwerkern und Architekten dabei, ein historisches Freibad und eine Fachwerk-Wassermühle mit romanischem Kern zu restaurieren", so Herden-Hubertus. Neben der praktischen Arbeit absolvieren die Teilnehmer sieben Seminarwochen. Diese Lehrgänge vermitteln ihnen allgemeine und rechtliche Grundlagen der Denkmalpflege, Stil- und Materialkunde sowie Forschungs- und Arbeitsmethoden und natürlich die Berufsbilder in der Denkmalpflege.

Ähnliches erwartet auch diejenigen, die sich für einen Einsatz in der Archäologie entscheiden. Die Teilnehmer erfahren, dass eine archäologische Untersuchung nicht nur aus einer Ausgrabung besteht, sondern erst mit ihrer Veröffentlichung als Buch oder im Rahmen einer Ausstellung abgeschlossen wird. Nach dem Ausgraben stehen deshalb auch Konservierung und Archivierung, Auswertung und Vermittlung auf dem Programm. Die LWL-Archäologie bietet dabei mit ihren sechs Außenstellen der archäologischen Denkmalpflege, den zentralen Diensten und drei archäologischen Museen ideale Voraussetzungen, um alle Berufsbilder eines Archäologen kennen zu lernen.

Das FJD ist eine anerkannte Form des Freiwilligen Sozialen Jahres, es ist auch für den Zivildienst anerkannt. Während des Jahres werden Leistungen wie das Kindergeld weiter gezahlt und es wird auf Studienplatz-Wartezeiten angerechnet. Die Teilnehmer sind sozial- und krankenversichert. Sie bekommen Taschen- und Unterkunftsgeld. Weitere Informationen gibt es bei den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (IJGD) im Internet unter www.ijgd.de oder direkt bei der Jugendbauhütte Soest am Ulrichtor 4 in 59494 Soest (Telefon: 02921 981-5555) oder bei der LWL-Archäologie für Westfalen in Münster (Telefon: 0251 591-8801)."

Quelle: Archäologie Online, 10.07.2009